Weimaraner-Gütesiegel "5 Sterne für den Jagdgebrauch"
Dienstag, 07.02.2012
Aktuell
Sternprüfung 2012 ausgebucht!

Am 3. März ist es endlich soweit: Die vierte Sternprüfung startet. Das Plätze für Teilnehmer sind bereits ausgebucht! Zuschauer sind selbstverständlich herzlich willkommen. Wegen der Raumplanung bitten wir auch die Zuschauer um eine kurze Anmeldung.

 
Bericht der Stern-Prüfung vom 26.03.2011

Echtes Interesse
Bei schönstem Frühlingswetter traf sich ein kleine Schar tapferer Hundeführer um an der diesjährigen "Sternprüfung" teilzunehmen. Viele hatten eine sehr weite Anreise auf sich genommen um an dieser besonderen Prüfung teilzunehmen. Und selbst bei denen, die "nur" zum Zuschauen gekommen sind, waren Anreisestrecken von 400 km bis 600 km der Normalfall. Das zeigt einmal mehr, dass ein echtes Interesse an der Prüfung und ihrer Idee besteht.

 

Bis zur Mittagspause alle erfolgreich
Erfreulicherweise hatten bis zur Mittagspause alle Gespanne Ihre Aufgaben gemeistert, so dass wir die Hoffnung hatten, dass zum ersten Mal Alle alle Aufgaben bestehen würden. Der Bootstransport wurde von Allen ohne Probleme absolviert. Beim Turm mit den umfallenden Blecheimern gab es zwar deutliche Unterschiede, aber alle Hunde waren noch im "grünen Bereich". Unterschiede gab es auch an der angreifenden Sau. Ein Hund brauchte hier recht lange, um sich zu entwickeln und nur einer der teilnehmenden Hunde agierte überzeugend druckvoll.

 

Schwierigkeit durch viele unterschiedliche Belastungen
Dass bei der Sternprüfung die Schwierigkeit nicht in den einzelnen Aufgaben liegt, sondern die Vielzahl der unterschiedlichen Belastungssituationen, zeigte sich dann nach der Mittagspause. Im Trümmerfeld gab es eine Passage, bei denen einer der Hunde sich weigerte, diese zu überqueren. Dafür klappte es im Tunnel, der im letzten Jahr gleich drei Teilnehmern zum Verhängnis wurde, wieder bei Allen.

Als sehr anspruchsvoll erwies sich unser "Strapp-Ueli", eine Figur, die plötzlich vor dem Hund hochgezogen wird. Hier hatten die Hunde die allergrößte Mühe zu verstehen, dass hiervon keine Gefahr ausging. Für einen der Teilnehmer war dies die entscheidende Hürde.

Die abschließenden Aufgabe "Freund-Feind-Freund", bei der vom Hund eine sehr schwierige Kombination von Standhaftigkeit in Bedrohungssituationen und freundlichem, sozial sicheren Verhalten verlangt wird, schafften schließlich nur zwei Hunde.

 

Nur zwei schafften alle Aufgaben
Diese zwei, nämlich "Malte vom Entenstrich" und "Kira vom Entenstrich" hatten auch vorher alle Aufgaben bestanden und konnten daher das begehrte "Weimaraner-Gütesiegel" erhalten. Aber auch die anderen teilnehmenden Hunde zeigten überwiegend gute Leistungen und hinterließen einen positiven Eindruck. Bei entsprechender Förderung und der zu erwartenden altersgemäßen Entwicklung steckt in allen das Potential sich zu einer noch größeren Belastbarkeit.

 

Eindrücke der Teilnehmer und Zuschauer
Das abschließende Feedback von allen Teilnehmern und Zuschauern verlief sehr positiv. Für die Teilnehmer war es dabei besonders wichtig etwas über den eigenen Hund gelernt zu haben. Vor allem deshalb weil die Hunde in bestimmten Situationen ganz anders reagiert haben, als vom Führer erwartet. Für die Zuschauer war es interessant zu sehen, wie unterschiedlich Hunde in Belastungssituationen reagieren. Alle waren sich einig, dass der Test wesentlich anspruchsvoller ist, als es den Anschein erweckt.

 

Gedanken zur Stern-Prüfung
Auch gab es Gedanken darüber, ob diese Aufgaben eine Aussage über jagdliche Eigenschaften bringen können. Denn was hat das mit Jagd zu tun, einen Hund über ein Trümmerfeld laufen zu lassen? Auf den ersten Blick zunächst einmal nichts. Bei näherer Betrachtung jedoch eine ganze Menge. Denn die Prüfung basiert auf der Annahme, das ein Hund der in völlig verschiedenen Situationen Belastungen aushält und unbekannte Situationen bewältigen kann, auch in schwierigen jagdlichen Situationen belastbar und anpassungsfähig ist.

Diese Belastbarkeit in Kombination mit einer hohen sozialen Sicherheit zu testen, kann niemanden schaden. In Kombination mit jagdlichen Prüfungen bildet sie einen Bereich ab, der im Prüfungswesen nur unzureichend erfasst wird. Ein solcher Test kann und will die Jagdpraxis nicht ersetzen. Denn nur in der Praxis kann man sehen, was wirklich "Sache" ist.

Aber wie häufig sieht man denn, wie sich ein Hund verhält, der von einem verletzten Keiler angenommen wird? In dieser Situation trennt sich wirklich die Spreu vom Weizen. Doch das sind Erlebnisse, die man nur gelegentlich hat und sicher nicht auf jeder Jagd und an verschiedenen Hunden beobachten kann. Und die nachjagdlichen Berichte der Hundebesitzer sind in der Regel sehr subjektiv eingefärbt.

Die Sternprüfung sollte man daher als das sehen, was sie sein soll: Eine interessante und mitunter aufschlussreiche Ergänzung zu dem Sammelsurium an Prüfungsergebnissen, Schilderungen über jagdliche Leistungen und eigene Beobachtungen.

 

P.S.: Fotos der erfolgreichen Hunde folgen

 

 

 

 

 

 
Bericht der Stern-Prüfung vom 27.03.2010

Auch in diesem Jahr, war die Stern-Prüfung wieder ein besonders Erlebnis für Teilnehmer, Zuschauer und das Prüfungsteam. Wie im vergangenen Jahr, war die Prüfung wieder ausgebucht. Doch da einen Teilnehmer bereits bei der Anreise der Mut verlassen hat, waren schließlich fünf Weimaraner am Start. Ihre Besitzer hatten im Durchschnitt 500 km (!) zurückgelegt, um an dieser einzigartigen Prüfung teilzunehmen.

 

Neuigkeiten im Reglement

Gegenüber dem Vorjahr gab es ein paar kleinere Veränderungen, die für einen noch runderen Ablauf sorgten. Zudem gab es eine neue und anspruchsvolle Spezial-Aufgabe und eine Änderung im Reglement: Nach vielen Diskussionen und einer Anregung aus einem verhaltenskynologischen Seminar von Prof. Peter Friedrich, haben sich die Organisatoren entschlossen, dass die Prüfung wiederholt werden kann, wenn das Gütesiegel nicht erreicht wird.

 

Die Prüfung

In der ersten Prüfunghälfte zeigten alle fünf Hunde ansprechende Leistungen, sodass zur Mittagspause noch jeder Teilnehmer die Chance auf das Erlangen des Gütesiegels hatte. Nach der Mittagspause zeigte sich allerdings, warum die Stern-Prüfung zu den anspruchsvollsten Wesensprüfungen im kynologischen Bereich gehört.

 

Gleich vier der teilnehmenden Hunde schafften es nicht alle Hürden zu nehmen, die bei den letzten Aufgaben allerdings auch recht hoch waren. So konnten diese Teilnehmer leider nicht das Gütesiegel erringen. Doch kann allen bescheinigt werden, dass ihre Hunde über dem Durchschnitt der Rasse liegen und - ganz wichtig - eine hohe soziale Sicherheit unter Beweis gestellt haben.

 

Nur ein einziger Weimaraner, die Hündin "Blageuse de Filous gris", meisterte alle Fächer. Und dies mit Bravour. So konnte ihr nicht nur das Gütesiegel verliehen werden, sondern auch das Prädikat "Top-Weimaraner".

 

Die Siegerin

Besonders beeindruckend ist die Leistung von "Blageuse", weil die Hündin nach 2 Jahren Zwinger-Haltung, ohne Umweltreize und soziale Kontakte, von einem engagierten Hundeführer übernommen wurde. Dieser verstand es im besonderen Maße die Wesensentwicklung der Hündin zu fördern.

 

So konnte sich die Hündin, die beim Vorbesitzer nur eine schwache VJP geschafft hatte und der sogar eine leichte Schussempfindlichkeit attestiert wurde, zu einer absolut souveränen und wesensfesten Hündin entwickeln. Eine Leistung die sicher auch nur möglich war, weil die Züchterin eine gewissenhafte Welpenförderung betrieben hatte und die genetischen Voraussetzungen für diese Entwicklung vorhanden waren.

 

 

 

 

 
Stern-Prüfung in Bildern
Sonntag, den 29. März 2009 um 17:49 Uhr

Bei der Sternprüfung 2009 mussten die teilnehmenden Hunde einem vielfältigen Belastungssprektrum standhalten. Auch Aufgaben, die auf den ersten Blick einfach wirkten, forderten so manchen Hund stärker, als erwartet. Hier ein paar Prüfungsimpressionen, die die verschiedenen Aufgabentypen widerspiegeln:

 

Im engen Boot müssen die Hunde ihre Verträglichkeit unter Beweis stellen
Die Transportaufgabe: Im engen Boot müssen
die Hunde ihre Veträglichkeit unter Beweis stellen

 

Der Einstieg ins schwankende Boot ist nicht immer einfach
Transportaufgabe: Auch der Einstieg ins schwankende
Boot muss erst einmal bewältigt werden


Starke Nerven erfordern die umstürzenden Eimer
Aufgabe optisch-akkustischer Reiz: Die umfallenden
Eimer erfordern ein stabiles Nervenkostüm


Die angreifende Sau verlangt vom Hund ein Höchstmaß an Belastbarkeit
Beim Angriff der Sau trennt sich die Spreu vom Weizen.
Nur belastbare Hunde haben die Courage die Sau unter Druck zu setzen.

 

Hund auf dem Hindernisparcours

Der Hindernisparcours war ein Trümmerfeld. Die Aufgabe ist
schwerer, als es aussieht. Nicht jeder Hund schafft das.


Ein sozial sicherer Hund muss sich von friedlichen Fremden anfassen lassen.
Aufgabe soziale Sicherheit und Belastbarkeit. Zunächst muss sich der alleingelassene Hund von einer freundlichen Person anfassen lassen.

 

Der Hund hält der Belastung stand

Ein nervenstarker Hund lässt sich nicht vetreiben.


Auf nach der Bedrohungsphase muss der Hund sich anfassen lassen
Zum Abschluss eine besondere Herausforderung. Verhält sich die Person, die den Hund bedroht hat plötzlich freundlich, muss sich Hund wieder friedlich verhalten. Das erfordert ein Höchstmaß an sozialer Sicherheit.

 

 
Erste Sternprüfung ein voller Erfolg!
Sonntag, den 01. März 2009 um 19:39 Uhr
Ein voller Erfolg war die erste "Sternprüfung" am 28. Februar. Über 40 Personen hatten sich bei strahlendem Sonnenschein zu dem besonderen Anlass eingefunden. Die Rückmeldungen von den Zuschauern und den Teilnehmern waren durchweg positiv, das Prüfungskonzept hat überzeugt. Dass die Prüfung spannend und interessant war, zeigte sich auch daran, dass alle Zuschauer das Geschehen bis zum Prüfungsende am späten Nachmittag verfolgten.

Das Anspruchsniveau des Tests hat sich erwartungsgemäß als sehr hoch herauskristallisiert. Von den sechs gemeldeten Hunden konnten aber immerhin 2 das Gütesiegel erreichen. Einer davon sogar mit Prädikat.

Nun steht noch ein Menge Arbeit vor uns. Über 400 Fotos sind zu sichten, damit wir Prüfung und Prüfungsablauf auch bildlich darstellen können. Daneben ist die Vorstellung der erfolgreichen Hunde vorzubereiten.

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